Es ist schon länger zu beobachten: Company Posts und persönliche User-Posts scheinen bei LinkedIn aktuell massiv Interaktionen zu verlieren. Was zuletzt bei vielen Unternehmen und Profilen zu sehen war, bestätigt jetzt auch der Daten- und Toolanbieter Metricool. Mit einer riesigen Datenbasis.
Laut einer aktuellen Metricool-Studie, die über 670.000 LinkedIn-Posts analysiert hat, ging das Engagement im Vergleichszeitraum Januar/Februar 2025 zu Januar/Februar 2026 augenscheinlich zurück: Likes runter, Kommentare runter, Shares runter.

Auf den ersten Blick sieht das nach weniger Engagement aus. Die spannende Auflösung kommt aber einen Schritt später. Denn gleichzeitig sind die Clicks ordentlich gestiegen.
Tatsächlich interagieren Menschen auf LinkedIn mehr denn je, nur in einer Form, die für andere oft unsichtbar bleiben: Likes, Comments und Shares sieht jeder. Aber ein Klick durch ein Carousel? Ein Klick auf den Content? Ein Klick aufs Profil oder auf einen Link? Das sieht von außen kaum jemand. Und trotzdem entsteht da Interesse. Gerade im B2B.
Ein technischer Entscheider kommentiert nicht jeden Beitrag öffentlich. Ein Geschäftsführer liked nicht jede fachliche Einordnung. Ein potenzieller Kunde teilt selten sofort eine Unternehmensmeldung. Aber er liest, klickt, erinnert sich, kommt wieder.
Für Unternehmen heißt das: LinkedIn muss anders bewertet werden. Likes bleiben ein Signal. Kommentare bleiben natürlich wertvoll. Shares auch. Aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte.
Wichtiger wird die Frage: Was soll ein Post konkret auslösen? Profilbesuche? Website-Klicks? Direktnachrichten? Vertrauen? Wiedererkennung? Fachliche Autorität? Gesprächsanlässe?
LinkedIn wird speziell im B2B nicht schwächer. Aber es wird leiser. Und genau deshalb brauchen Unternehmen bessere Inhalte, klarere Formate und differenzierte KPIs.


